Mittlerweile besuchen sehr viele Schwangeren in Deutschland vor der Entbindung einen Kurs zur Geburtsvorbereitung. Und das ist gut so! Einige nehmen allein daran teil, andere gemeinsam mit einer nahestehenden Person, die sie zur Geburt begleiten wird. In den meisten Fällen ist das der werdende Vater. Im Kurs erhalten sie viele Informationen über die Geburtsvorgänge und erlernen auch verschiedene praktische sowie mentale Techniken, mit denen die Geburtsschmerzen gut bewältigt und meist auch reduziert werden können. In den unterschiedlichen Kursangeboten gehören heute dazu nicht nur Atemübungen, sondern auch Entspannungstraining sowie die Steuerung der Gedanken. Wie es wirkt und wie Schwangere diese Fähigkeiten unter der Geburt für sich nutzen können, erkläre ich in diesem Artikel.

Habt auch ihr schon mal was von „HypnoBirthing“ gehört oder darüber gelesen? Ich werde nämlich immer öfter von Schwangeren danach gefragt. Vor allem, ob das „gut“ ist, sich damit auf die Geburt vorzubereiten. Ob das jede Schwangere machen kann. Ob das wirklich den Geburtsschmerz „wegmacht“. Und ob man dann überhaupt noch was von der Geburt mitbekommt oder völlig „weg“ ist. 

Im Internet findet man begeisterte Erfahrungsberichte von Müttern, die mit HypnoBirthing ihr Kind geboren haben. Auch prominente Mütter, beispielsweise Prinz Williams Frau Kate oder Topmodel Gisele Bündchen, sollen sich damit auf die Geburt ihrer Kinder eingestellt haben. Also was ist dran an diesem Trend?

Was ist HypnoBirthing?

Kurz gesagt geht es beim HypnoBirthing-Programm darum, dass eine Schwangere vor der Geburt bestimmte Atem- und Entspannungstechniken einübt. Nutzt sie diese später während der Geburt, so soll sie sich selbst damit in einen tiefen Zustand der Entspannung versetzen können. HypnoBirthing ist also eine Art Selbstsuggestion gegen Angst und Anspannung. 

Den Grundstein dafür legte der britische Gynäkologe Grantly Dick-Read (1890 – 1959). Er ging davon aus, dass Angst während der Geburt Anspannung erzeugt – und Anspannung zu (mehr) Geburtsschmerzen führt. Und das stimmt auch, das können erfahrene Hebammen tatsächlich bestätigen. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, soll die Frau aktiv an der Geburt mitwirken, anstatt den Prozess einfach nur über sich ergehen zu lassen. Außerdem sollte sie gut über die Geburtsvorgänge aufgeklärt sein. Entsprechend entwickelte Dick-Read eine Geburtsvorbereitungsmethode, die auf Information und Entspannungsübungen fußte. 

Diesen Faden spann die us-amerikanische Erzieherin Marie F. Mongan (1933 – 2019) weiter. Sie gilt als Erfinderin des HypnoBirthings. Mittels bestimmter Entspannungs- und Atemtechniken sowie Visualisierungsfähigkeiten, mit denen positive innere Bilder erzeugt werden, sollen Frauen angstfrei und freudvoll in eine natürliche Geburt gehen. Der entsprechende Buchklassiker „HypnoBirthing. Der natürliche Weg zu einer sicheren, sanften und leichten Geburt“ ist bis heute im Handel erhältlich. 

Der Begriff setzt sich zusammen aus „Hypnose“ und „birthing“, was übersetzt soviel wie „gebären unter Hypnose“ bedeutet. Doch bevor jetzt möglicherweise falsche Vorstellungen aufkommen, betone ich gleich vorweg: Das hat nichts mit effekthaschender Show-Hypnose zu tun, wie man sie aus manchen Live-Vorstellungen bzw. Bühnen-Auftritten kennt. Dabei wird jemand von einer anderen Person in so tiefe Trance versetzt, dass er willenlos zu sein scheint. Aber darum geht es beim HypnoBirthing natürlich nicht. Vielmehr soll sich die Gebärende mittels der erlernten Techniken lediglich selbst in einen Zustand tiefer Entspannung versetzen. 

HypnoBirthing verspricht u.a. eine kürzere Geburtsdauer, einfachere Geburten, häufigere Spontangeburten, weniger Interventionen, bessere Geburtserfahrungen und anderes mehr. Dass diese Versprechen die Hoffnung bei Schwangeren erwecken, dass sie dadurch eine schmerzfreie und schöne normale Geburt erleben werden, ist sicherlich verständlich. Doch hält die Methode, was sie verspricht?

Wie wirkt HypnoBirthing?

Mittels persönlicher Suggestionskraft soll durch das HypnoBirthing das eigene Unterbewusstsein dahingehend beeinflusst werden, dass die Frau während der Geburt an sich und ihre Kräfte glaubt, ohne darüber noch lange nachdenken zu müssen. Denn das zuvorige Einüben soll das automatisieren. Auf diese Weise soll die Schwangere einen positiven Blick auf ihren Körper gewinnen und Zutrauen zu sich entwickeln, dass sie die Geburt gut bewältigen wird. Unter der Geburt soll die Gebärende dann in die Lage sein, die im Vorbereitungskurs erlernten Visualisierungs-, Atem- und Entspannungstechniken abzurufen und anzuwenden. Im Ergebnis verspricht das HypnoBirthing einen besseren Umgang mit den Geburtsschmerzen sowie ein geringeres Schmerzempfinden.

Beispielsweise wird im HypnoBirthing auch das Wort „Wehen“ vermieden bzw. durch „Wellen“ ersetzt, weil im Begriff „Wehen“ bereits der Schmerz stecke („weh-tun“). Vielmehr wird davon ausgegangen, dass im Bild der Wellen die Frauen lernen können, sinnbildlich auf der Welle zu reiten – also aktiv am Geschehen mitzuwirken und sich nicht von der (Schmerz)Welle überrollen zu lassen. 

An einer Geburtsvorbereitung nach der HypnoBirthing-Methode können Schwangere zwar auch allein teilnehmen – im Konzept wird jedoch empfohlen, dass sie ihre jeweilige persönliche Geburtsbegleitung mitbringen. Und das nicht nur, weil auch Partnerübungen vorgesehen sind, sondern vor allem, weil diese Person u.a. die Aufgabe übernehmen soll, während der Geburt der „Manager“ der Gebärenden und ihres Kindes zu sein. Die Begleitperson soll die Geburtsatmosphäre schützen, Fürsprecherin der Gebärenden und des Kindes sein und die Mutter mental führen, um sie bei ihrer Autosuggestion zu unterstützen. Sie ist in diesem Konzept folglich abhängig von der  gedanklich-meditativen Führung ihrer Begleitperson unter der Geburt. Das ist insofern riskant, als dass die Begleitperson nicht zwangsläufig in jeder Geburtssituation anwesend ist (beispielsweise bei einer Geburtseinleitung, oder bei einem Kaiserschnitt). Der Begleitperson wird mit dieser Methode eine Rolle zugewiesen, die einer Coachingaufgabe ähnlich kommt. Gutes Coaching funktioniert allerdings nicht, wenn man selbst emotional involviert ist. Werdende Väter sollen jedoch in hohem Maße emotional involviert sein. Schließlich verändern auch sie ihre Rolle: Sie werden Papa! 

Zur Methode des HypnoBirthings und dessen Wirkung ist die wissenschaftliche Studienlage bisher noch (sehr) dünn. Es gibt lediglich vereinzelt ältere Untersuchungen, die einen positiven Effekt dieser Art „Selbsthypnose“ nachweisen. Dabei handelt es sich jedoch um eher kleine Studien, deren Qualität und Aussagekraft oft zweifelhaft sind. Beispielsweise kommt eine Erhebung aus dem Jahr 2006 zu dem Ergebnis, dass 46 % ihrer Probandinnen mit HypnoBirthing eine Spontangeburt ohne PDA hatten, aber nur 32 % aus der Kontrollgruppe. Bei den 46 % handelte es sich allerdings um 23 von 50 Gebärenden – und die 32 % waren wiederum 455 von 1.436 Frauen. Die beiden Vergleichsgruppen waren also, vorsichtig ausgedrückt, „sehr unterschiedlich“. 

Meine Erfahrungen als Hebamme und Kursleiterin

Als erfahrene Hebamme und Leiterin von Geburtsvorbereitungskursen weiß ich, dass eine gute mentale Vorbereitung auf die Geburt den Verlauf positiv beeinflussen und auch Ängste reduzieren kann. Angst führt nämlich nachweislich zu Verspannungen – und Verspannungen erschweren eine Geburt immer. Wird Angst jedoch reduziert und gelingt es einer Schwangeren, die Geburt aktiv zu gestalten, hat dies tatsächlich einen positiven Effekt auf die Geburt. 

Deshalb sind folgende vier Aspekte, die jede Geburt positiv beeinflussen, selbstverständlicher Teil meiner Geburtsvorbereitungskurse:

Das Wissen, was während der Geburt mit dem eigenen Körper und dem des Babys geschieht. Schwangere und ihre spätere persönliche Geburtsbegleitung müssen also vorab gut informiert werden bzw. sein.

Das Antrainieren verschiedener Techniken zur besseren Schmerzverarbeitung und Entspannung unter der Geburt. Die Techniken helfen der Gebärenden, die Anstrengung der Geburt besser wegzustecken. 

Die richtige Atmung erlernen. Das ist insbesondere für die Zeit der Wehen bzw. Wellen wichtig. Atemtechniken unterstützen die Gebärende dabei, Geburtsschmerzen besser zu verkraften.

Mentale Stärke fördern. Es bedeutet, dass sowohl die Frau als auch ihre Geburtsbegleitung darin gestärkt werden, dem Körper der Gebärenden zu vertrauen. 

Jede gute Geburtsvorbereitung basiert auf diesen vier Säulen. Während der Geburt zeigt sich dann vielfach, was die richtige Vorbereitung und Einstellung alles positiv bewirken kann. Fühlen sich beide Eltern gut präpariert und der Situation gewachsen, trägt sie das auch durch die anstrengenden Stunden der Geburt. Deshalb verfolgen auch „herkömmliche“ Geburtsvorbereitungskursekeine anderen Ziele als das HypnoBirthing: Alle wollen der Schwangeren bestimmte Techniken an die Hand geben, mit denen sie die Geburt bestmöglich bewältigt. 

Wichtig bleibt dennoch, dass du deine zuvor entwickelten Erwartungen an die Geburt nicht „auf Biegen und Brechen“ umsetzen willst. Ein Geburtsplan darf keine starre Erwartung sein. Denn eine Geburt kann auch dann gut sein, wenn sie anders verläuft, als du es dir vorher vorgestellt hast. Dazu unten mehr. Und auch das Schmerzempfinden bleibt immer individuell verschieden, weil jede Frau einzigartig ist. 

Skepsis gegen bestimmte Erwartungen bleibt angebracht

Viele der begeisterten Geburtsberichte mit HypnoBirthing stammen von außerklinischen Geburten. Die meisten Frauen, die ihr Baby erfolgreich außerklinisch auf die Welt gebracht haben, berichten jedoch begeistert über ihre Geburt – und zwar ganz unabhängig davon, ob sie HypnoBirthing eingesetzt haben oder nicht. Diese Frauen haben ihre Babys ohne medikamentöse Schmerzmittel und ohne medizinische Eingriffe geboren. 

Rund 98% aller Geburten in Deutschland finden jedoch in einer Klinik statt. Falls du dich mit HypnoBirthing auf deine Geburt vorbereitet hast, solltest du das also vorab deiner von dir gewählten Geburtsklinik mitteilen bzw. mit ihr abstimmen. Der Klinikalltag im Kreißsaal zeigt nämlich, dass Geburten, auf die sich Schwangere mit HypnoBirthing eingestellt haben, nicht automatisch auch harmonisch oder problemfrei ablaufen. Die Erwartung, dass eine Geburt mit der HypnoBirthing-Methode schmerzfrei und natürlich stattfinden wird, ist sicherlich zu hoch gegriffen. Denn es gibt auch Situationen im Geburtsverlauf, die die Schwangere nicht beeinflussen kann. Und diese können zur Folge haben, dass eine Geburt dann sogar im (Not)Kaiserschnitt endet. Wie kann das sein? 

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. schreibt auf ihrer Internetseite zum HypnoBirthing: „Die Methode trifft den Zeitgeist. In einer Welt, die häufig auf Leistung, Kontrolle und Selbstoptimierung setzt, wollen auch viele Schwangere gerne alles richtig machen. Die Geburt wird heute für viele zu einem Ereignis stilisiert, bei dem alles stimmen muss.“ Und genau hier liegt möglicherweise das Problem, wenn nämlich eine Schwangere ganz exakte Vorstellungen über die kommende Geburt hat und nun partout „ihr Programm durchziehen will“. Dann kann es passieren, dass genau dieser Optimierungsgedanke die Verspannungs-Schmerz-Kaskade erst auslöst oder steigert.

Eine Geburt ist und bleibt jedoch ein Ereignis, bei dem es auch zu unvorhergesehenen Verläufen kommen kann, beispielsweise wenn sich der Muttermund nicht weiter öffnet. Dann muss entsprechend flexibel und individuell reagiert werden. So kann der ganze Geburtsverlauf plötzlich ganz anders ausfallen, als sich das die Schwangere „so schön“ vorgestellt hatte. Wichtig ist und bleibt daher eine gute Kommunikation mit dem geburtshilflichen Team – und vor allem das Vertrauen der Gebärenden und auch ihrer persönlichen Geburtsbegleitung in die Arbeit der Hebammen und Ärztinnen/Ärzte vor Ort. Für alle steht das Wohl von Mutter und Kind nämlich stets an erster Stelle. 

Skeptisch zu sehen ist aus meiner Sicht auch, dass das HypnoBirthing ein etwas zu romantisiertes Bild von Geburten vermittelt. Unabhängig davon, wie harmonisch und planmäßig eine Geburt auch verläuft – sie ist und bleibt kein Spaziergang. Und auch mit der Annahme, durch diese Art Selbsthypnose eine in allen Phasen entspanntere Geburt mit gar keinen oder nur geringen Schmerzen erleben zu können, wäre ich vorsichtig. Gleiches gilt für die mögliche Hoffnung, dass HypnoBirthing ein Garant dafür wäre, auf schmerzlindernde oder wehenfördernde Mittel völlig verzichten zu können. Das kann durchaus so sein – muss aber nicht zwingend eintreten. Denn wie gesagt: Auch trotz bester Geburtsvorbereitung bleibt es individuell verschieden, wie eine Gebärende den Schmerz erlebt und ihn bewältigt. Der Verlauf der Geburt bleibt immer auch abhängig vom Baby und dessen Möglichkeit, sich durch den Geburtskanal zu winden. Sollte eine Frau also mit HypnoBirthing in den Geburtsprozess gehen und ihre Erwartungen an sich selbst entsprechend zu hochgeschraubt haben, so kann es auch passieren, dass sie hinterher enttäuscht von sich und ihrer „Leistung“ ist oder sich gar für eine „Versagerin“ hält. Zumindest dieses Risiko besteht. 

Dazu kann ich nur sagen: Eine Gebärende kann gar nicht versagen! Ganz gleich, wie sie mit dem Geburtsschmerz umgeht, ob sie viel oder wenig Unterstützung benötigt – sie leistet immer Großartiges!

Meine Hebammen-Einschätzung zur HypnoBirthing-Methode

Hat sich eine Schwangere auf die Geburt sorgfältig vorbereitet, verfügt sie über einen ganzen „Werkzeugkasten“ hilfreicher Techniken, ist sie positiv motiviert und kann auch ihre Gedanken positiv lenken, so hat das alles zweifellos ausgezeichnete Effekte auf die Geburt. Genau deshalb habe ich diese Säulen ja auch in meinem Geburtsvorbereitungskurs verankert. Sie unterstützen die normale Geburt, verbessern aber auch das Erleben eines Kaiserschnittes oder anderer notwendiger medizinischer Eingriffe in den Geburtsprozess. Es ist wichtig, dass die Schwangere eingeübt hat, ihre Gedanken und Atmung zu steuern sowie ihre Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen. Mit einer guten Geburtsvorbereitung gelingt das. Idealerweise gehen die Frauen den Weg der Vorbereitung und Geburt nicht alleine, sondern gemeinsam mit ihrer persönlichen Geburtsbegleitung als Teampartnerin/Teampartner für die Geburt.

Was nun die HypnoBirthing-Methode angeht, so erwarten viele Frauen von ihr, dadurch eine normale und möglichst schmerzfreie Geburt zu erleben. Dass diese beiden Erwartungen erfüllt wurden, habe ich jedoch nur sehr selten erlebt. Insbesondere bei jenen Methoden, die zwingend auf die Einschaltung einer anwesenden persönlichen Geburtsbegleitung setzen, besteht für Gebärende das Risiko, komplett ins Trudeln zu geraten, wenn diese Person dann überraschend doch nicht helfen kann. 

Es ist wunderbar, wenn sich Gebärende auf die Unterstützung ihrer Geburtsbegleitung verlassen können. Techniken zur Schmerzerleichterung und Entspannung sollten die Frauen aber unabhängig von ihren Teampartner*innen anwenden können, damit sie während der Geburt in keine Abhängigkeitsfalle geraten.

Letztlich muss jede Schwangere für sich selbst entscheiden, wie sie sich auf die Geburt vorbereitet. Das hängt natürlich auch davon ab, welche Erwartungen sie hegt und vor allem, was sich für sie stimmig anfühlt. So wird sich eine Frau keinen Gefallen tun, wenn sie eigentlich den „klassischen“ Geburtsvorbereitungskurs ihrer Hebamme besuchen möchte, aber trotzdem in einen HypnoBirthing-Kurs geht, nur weil das bereits zwei Freundinnen gemacht haben. 

Ich möchte noch einmal betonen: Das Ziel bei jeder Form der Geburtsvorbereitung ist es, der Mutter Vertrauen in ihre Fähigkeiten und Kräfte zu geben. Wichtig bleibt, dass du dich überhaupt gründlich auf deine Geburt vorbereitest, um gut informiert und mit dem entsprechenden „Handwerkszeug“ dein Baby zu bekommen. Bei mir kannst du dich hierauf deine Geburt vorbereiten. Für deine Teilnahme solltest du aber Folgendes wissen: 

• Ich werde dir nicht vorgaukeln, dass du gar keine oder nur geringe Geburtsschmerzen empfinden wirst. Denn das kann niemand vorhersagen. Aber das ist versprochen: Ich werde dir sehr gute Techniken zeigen, wie du mit jeder Art Schmerz am besten zurechtkommen kannst. 

• Ich werde dir zwar die Angst vor der Geburt nehmen können, nicht aber den Respekt davor. Denn dieses großartige Ereignis, die Geburt deines Babys, hat es verdient, dass man ihm respektvoll begegnet. Ohne diese Haltung wärest du schlecht auf die Geburt vorbereitet. Und das gilt auch für die Illusion, dass alles ganz easy im Vorbeigehen ablaufen wird.

Es kann sein, dass die Geburt deines Kindes tatsächlich wie im Bilderbuch verläuft und alle Beteiligten das auch so empfinden. Es kann aber auch sein, dass das nicht der Fall sein wird und Unerwartetes eintritt, auf das du und deine Geburtshelfer*innen reagieren müssen. Ich habe sogar schon erlebt, dass eine Gebärende einen Geburtsverlauf, den ich als Hebamme als völlig problemlos, ja geradezu als ideal angesehen habe, selbst gar nicht so schön empfunden hat. Und auch der umgekehrte Fall ist mir schon untergekommen, nämlich dass eine Frau mit einem aus meiner Sicht wirklich schwierigen Geburtsgeschehen hinterher völlig happy meinte, das wäre doch nun wirklich alles total super gelaufen. Das, liebe Schwangere, und noch vieles mehr ist die Realität! 

Eine gute Vorbereitung auf die Geburt bereitet auf alle Eventualitäten vor. Wissen über den Körper und das Geburtsgeschehen sowie das Beherrschen von Methoden der Atemsteuerung, der Bewegung und der mentalen Steuerung der Gedanken und Motivation sind dabei unverzichtbare Komponenten.

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Katharina Jeschke

Katharina Jeschke

Gründerin von elternundbaby.com und Hebamme

Als Geburtshausleiterin, Hebamme und Mutter unterstütze ich Frauen dabei ihre Herausforderung während, vor und nach der Schwangerschaft besser zu bewältigen.

Um noch mehr Frauen zu erreichen, startete ich elternundbaby.com. Ich freue mich darauf, dich hier begrüßen zu dürfen.