Eines gleich Vorweg: die Louwen Diät ist nicht dazu gedacht, dass Du in der Schwangerschaft Gewicht verlierst, vielmehr soll sie Dir helfen, Dich optimal auf die Geburt vorzubereiten. In diesem Artikel erklären wir Dir, wie die Geburt durch Ernährung positiv beeinflussen kannst und wie sich bestimmte Lebensmittel auf Deinen Körper in der Schwangerschaft auswirken.

Beim Begriff “Diät” denkst Du sehr wahrscheinlich ans Abnehmen. Abnehmen in der Schwangerschaft kann sinnvoll sein, wenn Du stark übergewichtig bist. Dies sollte aber immer in Absprache und unter Kontrolle Deines Arztes passieren. Die Louwen Diät ist deshalb genau genommen keine Diät um Gewicht zu verlieren. Vielmehr handelt es sich  hierbei um eine Ernährungsform, die Dir dabei helfen soll, Dich gut auf die Geburt vorzubereiten. 

Louwen Diät - So bereitest Du Dich auf die Geburt vor

Louwen Ernährung anstatt Louwen Diät

Beim Wort “Diät” wird sofort unser limbisches System aktiviert und sendet ein warnendes Signal. In Deinem Gehirn kommt dann eine Art Bestrafung an. Und gerade in der Schwangerschaft solltest Du Dich keinesfalls mit irgendwas bestrafen. Ganz im Gegenteil: Du solltest immer auf Dein Wohlbefinden achten. Fehlende Entspannung ist kontraproduktiv und führt zu Stress. Betrachte die Louwen Diät deshalb als eine Art der positiven Ernährung, die zum positiven Verlauf der Geburt beiträgt. 

Und gerade in Bezug auf die Mutter-Kind-Bindung nach der Geburt ist es enorm wichtig, dass alles gut verläuft. Bedenke daher immer: “Was Dich bestraft, wirst Du nicht lieben”. Eine Diät bestraft Dich, eine gesunde Ernährung, die dazu führt, dass Du Dich wohl fühlst, wirst Du lieben. 

Gute Vorbereitung auf die Geburt 

Eine Louwen Diät ist ähnlich wie eine Sportlerernährung: sie wirkt sich positiv auf den Körper aus und hilft Dir, den Marathon einer Geburt zu überstehen. Es ist nämlich nicht übertrieben zu sagen, dass Deine Gebärmutter bei einer Geburt Hochleistungssport betreiben muss. 

Wie würde sich also ein Hochleistungssportler auf einen Wettkampf vorbereiten? Er würde versuchen, seine Muskeln aufzubauen und zu kräftigen und er würde seinen Körper mit guten Lebensmitteln versorgen. All das trägt dazu bei, dass der Körper stark genug ist, die Strapazen auszuhalten. Und genau das passiert auch bei der Louwen Diät: Du sorgst mit ausgewogener Ernährung und bestimmten Lebensmitteln dafür, dass Dein Körper kräftig genug für die Geburt ist. 

>>> Lesetipp: Geburtsvorbereitung – Das musst Du wissen

Gute Lebensmittel in der Louwen Diät

Es gibt einige Lebensmittel, die Du im Rahmen der Louwen Diät essen kannst, um eine positive Wirkung zu erzielen. Bevor wir Dir eine Liste mit passenden Nahrungsmitteln an die Hand geben, möchten wir Dir die Wirkungsweise der Louwen Diät erklären. Die Grundlage für die richtige Ernährung in der Schwangerschaft ist Dein glykämischer Index. Es geht also um Deinen Insulinspiegel. Dieser hat unter anderem Auswirkungen auf Deinen Heißhunger, aber auch auf die Ausschüttung von Insulin. 

Je mehr Zucker und einfache Kohlenhydrate in Deiner Ernährung enthalten sind, desto steiler steigt Dein Insulinspiegel an und desto schneller fällt er wieder ab. Der rapide Abfall sorgt dann für Heißhungerattacken. Die Lebensmittel, die Du innerhalb der Louwen Diät essen solltest, bestehen zu einem großen Teil aus komplexen Kohlenhydraten, die Deinen Insulinspiegel konstant halten. 

Weniger Insulin für freie Rezeptoren

In den letzten Wochen vor der Geburt stößt Dein Körper verstärkt das Hormon Prostaglandin aus. Dieses Hormon ist für die Steuerung der Reaktion auf Schmerzen und Entzündungen verantwortlich. Zudem kann es darüber Aufschluss geben, wann die Wehen einsetzen. Eine weitere – sehr wichtige – Aufgabe: Prostaglandin fördert die Reifung des Muttermundes. Um diese Reifung zu fördern, muss das Hormon an die Rezeptoren der Gebärmutter andocken können.

Mit der Louwen Diät sorgst Du in den letzten Wochen Deiner Schwangerschaft dafür, dass Dein Körper weniger Insulin ausschütten muss. In dieser Zeit braucht Dein Körper weniger Insulin, daher verringert sich auch die Ausschüttung. Zu viel Insulin hindert Deinen Körper daran Prostaglandin auszuschütten. Beide benutzen nämlich die gleichen Rezeptoren. 

Die freien Rezeptoren an der Gebärmutter für das Prostaglandin sind enorm wichtig, denn sie sorgen dafür, dass die Gebärmutter auf das Oxytocin reagieren kann. Sind die Rezeptoren also mit Insulin besetzt, kann es passieren, dass Du keine Wehen bekommst und die Geburt eingeleitet werden muss. 

Wird die Geburt eingeleitet, passiert das mit der Gabe von Prostaglandin. Man kann das aber nicht richtig dosieren und daher wird den Frauen zur Geburtseinleitung eigentlich immer zu viel geben. Diese Überdosierung führt zu heftigen Schmerzen nach Geburt. Viele Frauen, deren Geburt künstlich eingeleitet wurde, denken, dass sie sich die Schmerzen nur einbilden. Das ist aber keineswegs der Fall. Die heftigen Schmerzen sind vor allem darauf zurückzuführen, dass das zu viel gegeben Prostaglandin, das nicht an den Rezeptoren heftet, im Blutkreislauf verleibt.

Die Louwen Diät Tabelle

Damit Dein Körper all das leisten kann, braucht er die richtigen Nahrungsmittel. Wenn Du Dich vor der Geburt nach dem Louwen Diät Prinzip ernährst, solltest Du auf einfache Kohlenhydrate verzichten. Besser sind komplexe Kohlenhydrate: 

Gute KohlenhydrateSchlechte Kohlenhydrate
Obst (Äpfel, Birnen, Orangen)Südfrüchte (Wassermelone, Ananas, Papaya, Datteln)
Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen, Kichererbsen)Kartoffeln
Naturreis & WildreisNudeln, Weizenmehlprodukte
Ungesüßte MilchprodukteHonig & Zucker
NüsseSüßigkeiten

Innerhalb der guten Kohlenhydrate ist bei der Louwen Diät erlaubt, was Dir schmeckt. Koche so gesund wie möglich, achte auf gute Fette zum Braten und Kochen. Aber bitte sei nicht zu streng mit Dir! Wenn Du Lust auf ein Stück Schokolade hast, dann gönn’ es Dir. In Maßen genossen sind auch Gummibärchen & Co. überhaupt kein Problem. Den zusätzlichen Zucker kannst Du aber auch ganz einfach wieder mit einer zusätzlichen Runde Spazierengehen abbauen. Denn Sport verbrennt Zucker. 

Autorenbox

Julia Schürer

Julia Schürer

Redakteurin bei elternundbaby.com

Bloggen ist meine Leidenschaft. Ich baute mir nebenbei einen Backblog und später einen Mamablog auf. Vor meiner Schwangerschaft arbeitete ich bei einem Online-Händler für Baby- und Kinderartikel.

Heute unterstütze ich zusätzlich als Blogger-Business-Coach und verhelfe Unternehmern und Bloggern durch SEO und Content Marketing mehr Reichweite in den Online Medien.

Katharina Jeschke

Katharina Jeschke

Gründerin von elternundbaby.com und Hebamme

Als Geburtshausleiterin, Hebamme und Mutter unterstütze ich Frauen dabei ihre Herausforderung während, vor und nach der Schwangerschaft besser zu bewältigen.

Um noch mehr Frauen zu erreichen, startete ich elternundbaby.com. Ich freue mich darauf, dich hier begrüßen zu dürfen.